Am 02. Mai 2026 lud das Projekt „Wiehl ENTHINDERT“ zu einem besonderen Aktionstag ein – und die gemeinsame Veranstaltung in der Wiehler Innenstadt wurde bei herrlichem Frühlingswetter zum lebendigen Treffpunkt für Begegnung, Austausch und gelebte Inklusion. Rund 200 Besucherinnen und Besucher kamen, um den Tag aktiv mitzugestalten.
Unter dem Motto „Sichtbar sein – Gemeinsam enthindern“ kamen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen, um gemeinsam ein klares Statement zu setzen: Menschenrechte, Teilhabe und Selbstbestimmung sind keine Selbstverständlichkeit – sie müssen sichtbar gemacht, eingefordert und nachhaltig gestärkt werden.
Vielfalt auf dem Markt der Möglichkeiten
Der Aktionstag bot ein abwechslungsreiches Programm. Im Mittelpunkt standen:
- Eine Plakatausstellung zum Thema „Kein Platz für Ausgrenzung“, die die dazugehörige Bank auf Ihrer Reise im letzten Jahr eindrucksvoll in den Fokus rückte
- Eine Mitmach-Kunstaktion, die Besucherinnen und Besucher aktiv einlud, ihre eigene Kunst beizutragen
- Informations- und Austauschstände, an denen Projektbeteiligte und Organisationen über ihre Arbeit, Ziele und Erfahrungen berichteten
- Die Präsentation der Skulptur „Du- Ich- Wir“ des Gummersbacher Bildhauers Roland Glatz- Wieczorek, der aus einem Berghausener Eichenstamm von etwa 1,4 Metern Durchmesser seine eigene farbige Kunst herausgearbeitet hatte
- Kuchen, Waffeln und Kaffee organisiert von den Netzwerkpartner*innen.
Viele Organisationen und Projekte beteiligten sich am Aktionstag – darunter z.B. die AG Barriere Check, die OASe, die offenen Angebote der Lebenspfade Oberberg e.V., das Ehrenamt für Alle, die Theodor-Fliedner-Stiftung, der Leseclub für Alle, der Werkstattrat der BWO GmbH, der Beitrat der HBW GmbH, sowie das Team Asyl der Stadt Wiehl.
Wiehl auf dem Weg zur Barrierefreiheit
Die Projektkoordinatorinnen Maria Lamsfuß und Astrid Wollenweber schilderten für alle verständlich die Herausforderungen, mit denen Menschen mit Einschränkungen im Alltag konfrontiert sind. Ihr Ziel: das Bewusstsein stärken, zur aktiven Mitgestaltung einladen und gemeinsam Inklusion sichtbar machen.
Pauline Schramm, Wiehlerin und Teilnehmerin der AG Barriere Check des Projekts, war mit dem Rollstuhl am Aktionstag vor Ort. Sie erläuterte ihre Tätigkeit und betonte:
„Wiehl enthindern bedeutet, dass es für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sehr wichtig ist, sich selbstständig zurechtfinden und nicht auf ständige Hilfe angewiesen zu sein.“
Die Stadt Wiehl und die beteiligten Kooperationspartner*innen wurde in unterschiedlichsten Bereichen auf Barrierefreiheit geprüft – mit dem klaren Ziel, konkrete Verbesserungen anzustoßen.
Plakatausstellung „-Kein Platz für Ausgrenzung“ auf Tour
Ein besonderes Highlight war die Ankündigung, dass die Ausstellung zukünftig auf eine breitere Öffentlichkeitstour gehen soll. Auf drei Plakatwänden wurden die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit dem Thema der Bank „Kein Platz für Ausgrenzung“ mit vielfältigen Statements präsentiert.
Die Ausstellung zeigt das Spannungsfeld zwischen Ausgrenzung und Inklusion eindrücklich – und macht deutlich: Ausgrenzung betrifft uns alle.
Gemeinsam enthindern – auch in Zukunft
Der Aktionstag machte einmal mehr deutlich, dass Inklusion kein Selbstläufer ist. Es braucht Menschen, die hinsehen, die Barrieren benennen und die gemeinsam an Lösungen arbeiten. Wiehl ENTHINDERT ist genau dieser Ort – ein Treffpunkt, an dem Alle zu Mitgestaltende in Wiehl werden.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten, Organisationen, Künstlerinnen und Künstlern sowie allen Besucherinnen und Besuchern, die diesen Tag zu einem unvergesslichen Zeichen für Teilhabe und Menschenrechte gemacht haben.
Über Wiehl ENTHINDERT
Wiehl ENTHINDERT ist ein Kooperationsprojekt der Lebenspfade Oberberg e.V. und der Stadt Wiehl. Gemeinsam setzen sie sich für mehr Teilhabe, Barrierefreiheit und ein inklusives Miteinander in Wiehl ein.
Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW sowie die Aktion Mensch.

